Rückenwind für Lesestart

Ingelore Rosenkötter, die Bremer Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales sowie vier ihrer AmtskollegInnen aus anderen Bundesländern begleiten den Start der zweiten Runde der bundesweiten Kampagne „Lesestart – Die Lese-Initiative für Deutschland“.

Mainz/Bremen, 5. Juni 2009. Seit Mai 2008 haben mehr als 250.000 Eltern und ihre einjährigen Kinder im Rahmen der kinderärztlichen U6-Vorsorgeuntersuchung kostenlose Informationsmaterialien zum Thema Vorlesen erhalten. Anfang dieser Woche hat die zweite bundesweite Verteilungswelle begonnen und weitere 250.000 Lesestart-Materialien werden jetzt verteilt. Im zweijährigen Projektzeitraum profitiert somit ein Drittel aller Eltern mit einjährigen Kindern von diesem größten Lese- und Sprachförderungsangebot für Kleinkinder, das die Stiftung Lesen zusammen mit zahlreichen Unternehmen der Druck- und Papierbranche, Verlagen, Sozial- und Bibliotheksverbänden durchführt. Großen Zuspruch findet die Maßnahme nicht nur bei der Zielgruppe. Auch Politiker landauf – landab, allen voran Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, halten die Lesestart-Initiative für eine wichtige frühkindliche Bildungsmaßnahme, die über die teilnehmenden Kinder- und Jugendärzte, allen Familien, egal welcher Herkunft, zugute kommt.

Das Konzept überzeugt auch Ingelore Rosenkötter, die Bremer Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales, Ausrichterin der diesjährigen „Jugend- und Familienministerkonferenz“. Gemeinsam mit vier AmtskollegInnen aus anderen Bundesländern stand sie nach dem offiziellen Konferenzende am 5. Juni 2009 für eine besondere Lesestart-Aktion zur Verfügung: In verschiedenen Ecken und Nischen der Kinderbuchabteilung der Bremer Stadtbibliothek lasen sie und der Hamburger Senator für Soziales und Familie, Dietrich Wersich, der Bildungsminister Holger Rupprecht aus Brandenburg, die Sozialministerinnen Manuela Schwesig aus Mecklenburg-Vorpommern und Dr. Gerlinde Kuppe aus Sachsen-Anhalt rund 50 Bremer Kindergarten- und Grundschulkindern vor.  „Es ist eine zentrale Aufgabe der Familienpolitik, alle Kinder ans Lesen heranzuführen und ihnen somit Zugang zu einer unverzichtbaren Schlüsselqualifikation der modernen Wissensgesellschaft zu ermöglichen“, so Rosenkötter; „die Lesestart-Initiative liefert dafür ein schlüssiges Konzept und hilft  die Infrastruktur in der frühkindlichen Sprach- und Leseerziehung in allen Bevölkerungsgruppen, insbesondere in bildungsfernen Schichten und Familien mit Migrationshintergrund, nachhaltig zu verbessern.“

Schnell haben sich die jungen Zuhörer in der Zentralen Kinderbibliothek in Kleingruppen aufgeteilt und tauchten zusammen mit ihren fünf ungewöhnlichen Vorlesern in fantastische Buchabenteuer ein. „Ich finde es echt gut, dass sich Politiker auch einmal für so etwas Zeit nehmen“, erklärte Max (9 Jahre), der die Grundschule an der Karl- Lerbs-Straße - besucht. Sein Lehrer Stefan Dirschauer, der mit seiner Klasse regelmäßig Buchaktionen durchführt, ist überzeugt „Vorlesen ist ein ganz einfaches und gleichzeitig wirksames Mittel, um Kinder an die spannende Welt der Bücher heranzuführen.“ Sita Freihold, die Koordinatorin für Leseförderung an der Stadtbibliothek Bremen, Sabine Bonewitz von der Stiftung Lesen, sowie die Erzieherin Birgit Ocko, die mit Kindern der Kita Kinderinsel Sonnenschein zur Lesestart-Vorlesestunde gekommen ist, sind sich einig, dass das Vorlesen gerade für kleine Kinder eine große Hilfe bei der Sprachentwicklung darstellt, mit der man gar nicht früh genug beginnen kann. „Bibliothekspädagogische Programme wie diese finden bei uns regelmäßig statt und stellen auf spielerische Weise Kinder- und Jugendbücher in den Mittelpunkt“, freute sich Sita Freihold.
Bis Mai 2010 läuft die Lesestart-Kampagne. Zurzeit versucht die Stiftung Lesen intensiv eine flächendeckende Projektfortsetzung anzustoßen, die zusammen mit den vielen regionalen Lesestart-Netzwerken weiterlaufen kann. Bislang wird die Initiative überwiegend von der Privatwirtschaft, vor allem von Unternehmen aus dem Maschinenbau getragen. „Wir hoffen sehr, dass unser Lesestart-Konzept nun Schützenhilfe von den Ländern, Kommunen und dem Bund erhält und mit deren Unterstützung fortgeführt werden kann“, erklärten Dr. Markus Heering, VDMA Fachverband Druck- und Papiertechnik, einer der Hauptsponsoren des Projekts und Kai Büntemeyer, Geschäftsführer der Kolbus GmbH & Co.KG.
„Positive Zeichen in diese Richtung haben bislang das sächsische Sozialministerium mit der Finanzierung des Lesestart-Modellprojektes und das Bayerische Familienministerium mit der regionalen Aufstockung im ersten Projektjahr gesetzt. Wenn diese beispielhaften Initiativen Schule machen und alle Bundesländer zur Finanzierung einer Lesestart-Vollversorgung beitragen, kann „Lesestart“ auf lange Sicht ein nachhaltiges Bildungsangebot sein, von dem alle junge Familien profitieren“, ergänzte Heinrich Kreibich, Geschäftsführer der Stiftung Lesen. 
Ausführliche Informationen zu „Lesestart – Die Lese-Initiative für Deutschland“ finden Interessierte unter www.lesestart-deutschland.de.
Aktuelle Fotos zum Termin finden Sie unter folgendem Link: www.stiftunglesen.de/pressefotos
Die Lesestart-Initiatoren:

Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V., Amazon.de GmbH, Bertelsmann AG, drupa-Messe Düsseldorf GmbH, Frankfurter Buchmesse, Gruner + Jahr AG & Co KG, Heidelberger Druckmaschinen AG, Koenig& Bauer AG, KOLBUS GmbH & Co. KG, L.N.Schaffrath DruckMedien GmbH & Co. KG, manroland AG, Papierfabrik Albbruck/Myllykoski, Polar Mohr Maschinenvertriebsgesellschaft GmbH & Co. KG, PrintPromotion, Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH, Stiftung Lesen, Verband der Druckfarbenindustrie im Verband der Mineralfarbenindustrie e. V., Voith AG


Die Sozialpartner:

Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V.
Bundeselternrat
Der PARITÄTISCHE Gesamtverband e. V.


Ideelle Partner:

Bundesverband Druck und Medien e. V.
Die Bibliotheksverbände


Ansprechpartner für die Presse:

Stiftung Lesen
Sabine Bonewitz
Lesestart-Projektleitung und Pressesprecherin
im Referat Familie und Kindertagesstätte
Tel: 06131 /28890 – 39
Sabine.bonewitz@stiftunglesen.de




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