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Lesestart - Mit Büchern wachsen
Modellprojekt Sachsen
„Lesestart – Mit Büchern wachsen“ heißt das erste deutsche Modellprojekt der Stiftung Lesen, das gemeinsam mit dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales initiiert wurde. Im November 2006 startete das Projekt zur Sprach- und Leseförderung von Kleinkindern, das vom Ravensburger Buchverlag und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt wurde. In einer vom „Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ geförderten Machbarkeitsstudie wurden die ansässigen Kinderärzte als die besten Vermittler eines Förderungsmodells zur Sprachentwicklung ermittelt. Und der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte sowie der Landesverband der Kinderärzte in Sachsen unterstützen ausdrücklich diese wichtige Initiative zur frühkindlichen Sprach- und Leseförderung. Im Rahmen der dreijährigen Kampagne konnten Eltern somit, bei der kinderärztlichen Routineuntersuchung ihres Kindes zum ersten Geburtstag (U6), das erste von insgesamt drei Lesestart-Sets erhalten – und zwar kostenlos! Zum Set gehören u.a. ein Ratgeber zum Vorlesen, ein Elementar-Bilderbuch und ein kleines Mit-Machtagebuch, in dem die Eltern die Sprech- und Leseentwicklung ihres Kindes festhalten können. Die Initiatoren und Partner sind nach wie vor überzeugt, durch diese Aktion in Sachsen viele Familien für das Vorlesen begeistert zu haben. Die Maßnahme bietet Eltern eine unkomplizierte Möglichkeit, entscheidend die Bildungschancen ihrer Kinder zu verbessern und gleichzeitig Spaß an Büchern zu vermitteln. Im November 2007 begann in Sachsen das zweite Projektjahr: Ab da erhielten Eltern, die bereits das erste kostenlose Set bekommen haben, im Rahmen der kinderärztlichen U7-Vorsorgeuntersuchung das zweite Set. Bis Oktober 2009 wurden in Sachsen die 3. Materialien des Modellprojektes "Lesestart - Mit Büchern wachsen" verteilt. Das waren Infos für Eltern mit Kindern ab 3 Jahren. Nachdem die ersten beiden Sets über die sächsichen Kinderärzte verteilt wurden, waren dann die Bibliotheken an der Reihe. Das dritte Set sollten sich die Eltern mit der Abgabe eines Gutscheines, der im 2. Set enthalten war, einlösen. Bibliotheken sind wichtige Lesestart-Multiplikatoren Die dritte Runde des Projektes hat die Bibliotheken Sachsens mit einbezogen. Sächsische Familien sollten auf diesem Weg in ihre Bibliothek finden und die Liebe zum (Vor)Lesen und zu Büchern entdecken. Auszug aus einem Interview mit Sandra Jarass, Stadtbiblithek Torgau, aus der Torgauer Zeitung zur 3. runde des Lesestart-Projekts in Sachsen:
Die Stadtbibliothek Torgau wartet ebenso wie alle anderen sächsischen Bibliotheken mit einem neuen Projekt auf. Was hat es damit auf sich? Wie bekommen Eltern für ihre Kinder diese Lesetaschen? Begleitforschungen zum Sächsischen Modellprojekt Das Medieninstitut der Universität Leipzig führte eine Begleitforschung zum Sächsischen Lesestart-Projekt durch. Die ersten äußerst positiven Ergebnisse zeigten, dass diese Maßnahme ein sinnvoller Weg ist, um Eltern die wichtige Bedeutung des Vorlesens für die geistig-seelische Entwicklung ihrer Kinder zu vermitteln. "Bemerkenswert und vor allem lobenswert ist, dass der Befragung zufolge 10% der Eltern aufgrund unseres Projektes überhaupt angefangen haben, mit ihrem Kind Bücher anzuschauen und 30% angeregt wurden, öfter als vorher gemeinsam ein Buch in die Hand zu nehmen...", betont Sachsens ehemalige Familienministerin Helma Orosz. Gemeinsam mit Bundesfamilienministerin Frau von der Leyen hatte sie im Herbst 2006 das Projekt zum ersten mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Ergebnisse einer zweiten Auswertung bei der die Verteilung des dritten Sets in den Sächsischen Bibliotheken im Mittelpunkt steht, werden voraussichtlich Anfang 2010 vorliegen. Die zentralen Ergebnisse werden dann hier vorgestellt. |
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