Lesestart in Sachsen

Die sächsische Sozialministerin Christine Clauß überreichte in einer Dresdner Kinder- und Jugendarztpraxis ein Lesestart-Set

„Ihr Kind lernt am einfachsten sprechen, wenn Sie mit ihm reden. Viele gute Anregungen dazu finden Sie in Bilderbüchern und durch regelmäßiges Vorlesen klappt das fast von ganz alleine“, erklärte die Kinder- und Jugendärztin Dr. Carola Hoffmann der Mutter der einjährigen Hannah Chantal, während sie ihr ein Lesestart-Set der bundesweiten Kampagne „Lesestart – Die Lese-Initiative für Deutschland“ überreichte.

Vom Erfolg der bundesweiten Aktion ist auch die Sozialministerin des Freistaates Sachsen, Christine Clauß, überzeugt. Nicht zuletzt der Erfolg des dreijährigen sächsischen Modellprojektes „Lesestart – Mit Büchern wachsen“, bestärkt sie in dem Wissen, dass Lesestart ein guter Weg ist, um das Vorlesen als Familienritual wiederzubeleben.Bei der Setübergabe in der Gemeinschaftspraxis betonte sie: „Zentrale Schwerpunkte der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik der sächsischen Landesregierung sind Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern. Ganz wesentlich zählen dazu auch umfassende Angebote zur Sprach- und Leseförderung. Die greifen am besten, wenn sich auch die Eltern mit engagieren.“ Und sie führte fort: „Lesestart gibt dazu den richtigen Impuls. Das zeigen u. a. die Ergebnisse der Evaluation des sächsischen Lesestart-Modellprojektes, das Vorbild für die bundesweite Initiative war. Rund 10 Prozent der befragten Eltern, die zuvor nicht vorgelesen haben, gaben an, das nun zu tun und 30 Prozent intensivierten das Vorlesen im Alltag.“


Weiterführung der Evaluation des sächsischen Modellprojektes:

"Lesestart - Mit Büchern wachsen"

Das dreijährige sächsische Modellprojekt zur frühkindlichen Sprach- und Leseförderung „Lesestart – Mit Büchern wachsen“ wurde in der Umsetzung der ersten Phase durch die Professur für Medienpädagogik und Weiterbildung der Universität Leipzig bis Januar 2009 wissenschaftlich begleitet. Es wurde unter anderem erforscht, auf welche Resonanz das Projekt bei den Projektakteuren Kinderärzte/innen und Eltern stößt und wie „Lesestart“ in den Alltag der Familien eingebunden wird. Somit lieferte das Evaluationsvorhaben Hinweise dazu, wie die Projektphasen konzeptionell verbessert werden können und wie das Projekt im gesamten Bundesgebiet erfolgreich umgesetzt werden kann.

Im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales wird nun bis Juni 2010 die letzte Phase des Modellprojektes und damit das Projekt als Ganzes evaluiert. Wichtige Forschungsfragen sind dabei:

  • Wie wird „Lesestart“ in seiner letzten Phase in den Bibliotheken umgesetzt und genutzt, wie wird es akzeptiert?
  • Wie wird das letzte „Lesestart“-Paket von den Familien angenommen und zu Hause genutzt?
  • Welchen Einfluss hat das Projekt „Lesestart“ auf das familiäre Leseklima, insbesondere bei lesefernen Eltern?
  • Welche Unterschiede gibt es zwischen am Projekt teilnehmenden Eltern und solchen, die nicht teilnehmen in Bezug auf das Lesen und Vorlesen in der Familie?

Die abschließenden Ergebnisse werden nach Ende der Evaluation hier vorgestellt.


Hier finden Sie die Lesestart-Materialien für den Freistaat Sachsen:

Ein Ratgeber Teil 1 zum Vorlesen mit Kleinkindern,

ein Ratgeber Teil 2 zum Vorlesen mit Kindern vom 2. bis zum 3. Lebensjahr,

ein Ratgeber Teil 3 zum Vorlesen mit Kindern ab dem 3. Lebensjahr.